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Aufbau der weiblichen Brust

Autor: Dr. H.-J. Koubenec (Impressum)
Quellen: KID, Deutsches Krebsforschungzentrum
Roche: Brustkrebs
eigenes Expertenwissen

Aufbau der weiblichen Brust

Das Wort "Brust" bezeichnet ganz allgemein den oberen Teil des Körpers mit den darin liegenden Organen, wie auch das Wort Brustkorb sagt. Unter der weiblichen Brust versteht man die milchproduzierende Brustdrüse mit dem umgebenden Fett- und Bindegewebe sowie den versorgenden Nerven und Gefäßen, sowie der Haut, der Brustwarze und dem Warzenvorhof. Der medizinische Fachausdruck lautet Mamma (daher auch "Mammographie"). Unter der Brust liegen der große und der kleine Brustmuskel (M. pectoralis major und minor):

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Bildquelle: © Rüdiger Anatomie, Anatomische Tafeln, mit freundlicher Genehmigung

Das Drüsengewebe ist annähernd sternförmig um die Brustwarze angeordnet, die Milchgänge laufen quasi wie Straßen auf die Brustwarze zu und münden dort nach außen, ca. 15 auf jeder Warze. Auch außerhalb der Stillzeit kann dort gelegentlich etwas Flüssigkeit austreten (siehe auch: Flüssigkeit aus der Brust, was tun?) Die Milchgänge stellen aber auch eine Eintrittspforte für Bakterien dar, die dann eine Brustdrüsenentzündung (Mastitis) hervorrufen können. In der Stillzeit ist diese Gefahr am größten (Mastitis puerperalis). Um den Ort einer Veränderung in der Brustdrüse angeben zu können, wird die Brust grob schematisch in vier Quadranten eingeteilt. Man denke sich ein Kreuz mit einer senkrechten und einer waagerechten Linie durch die Brustwarze hindurch. Die so entstehenden vier "Tortenviertel" werden nach ihrer Lage bezeichnet, wie z. B. oben/innen. Die meisten bösartigen Tumoren wachsen im äußeren oberen Quadranten, also zwischen Schlüsselbein und Achselhöhle. Wesentlich genauer und dazu noch einfacher und kürzer ist die Bezeichnung nach den zwölf Zeigerrichtungen der Uhr. Bei 6:00 heißt also genau auf der Zeigerrichtung nach unten. Wenn zusätzlich noch die Entfernung von der Brustwarze angegeben wird und sich das ganze auf die liegende Frau bezieht ist die Beschreibung perfekt. Finden Sie derartige Beschreibungen in einem Befundbericht, z. B. einer Mammographie, lässt dies ein gutes Institut vermuten.

Neben den Blutgefäßen, durchziehen Lymphbahnen die Brust. Diese Bahnen bestehen aus Lymphgefäßen und Lymphknoten und verlaufen hauptsächlich in Richtung Achselhöhle (vor allem aus den äußeren und oberen Brustteilen), in geringerem Umfang Richtung Brustbein (aus der inneren Hälfte der Brust) und auch Richtung Schlüsselbein.

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Bildquelle: ® Rüdiger Anatomie, Anatomische Tafeln, mit freundlicher Genehmigung

Bei einer Krebserkrankung können über die Lymphgefäße auch bösartige Zellen verschleppt werden. Die zwischengeschalteten Lymphknoten wirken dabei als Filter, die einzelne Zellen abfangen können. Normalerweise sind Lymphknoten höchstens erbsengroß, weich und kaum tastbar. Bei Entzündungen und auch bei bösartigen Erkrankungen können sie anschwellen und hart werden. Es gibt jedoch sehr viele harmlose Ursachen dafür, dass Achsellymphknoten tastbar sind. Wenn Sie beunruhigt sind, suchen Sie Ihren Arzt auf.

Stand: 27.06.2004

Vorhergehende Kapitel
der Einführung:

Nachfolgende Kapitel
der Einführung:

Einleitung und Inhaltsverzeichnis

Ein paar Worte vorweg

Krebs - was ist das eigentlich? / Krebserkrankungen der Brust

Ursachen und Risikofaktoren

Symptome und andere Früherkennungsmöglichkeiten

Grundlage: Die genaue Diagnose

Die Behandlung beginnt
(Entscheidung über Behandlungsart / Die Operation)

Nach der Operation: Das Ergebnis der Gewebeuntersuchung

Ergänzende Maßnahmen
(Hormontherapie / Chemotherapie / Bestrahlung / Schmerzbehandlung / Lymphstau)

Nachsorge

Wieder Tumor in der Brust: Das Lokalrezidiv

Der Tumor hat gestreut:
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Trastuzumab, der HER2-Antikörper

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